Die Sache mit den Gegenständen

„Überzeugend“ sollen Gegenstände verwiesen werden, aber was genau ist eigentlich „überzeugend“? Nun, für die meisten Leistungsrichter gehört dazu definitiv auch „schnell“ und genau das ist (oder besser war) unser Problem. Denn Calle sucht sehr langsam, und ein Hund der langsam sucht kann am Gegenstand nicht wie ein Klappmesser zusammenfallen. So haben wir immer wieder Punkte an den Gegenständen verloren, eben weil Calle nach Meinung der Richter zu langsam hingelegt hat. Und manchmal da war es auch wirklich zu langsam.

Aus diesem Grund habe ich schon länger darüber nachgedacht, Calle auf stehendes Verweisen umzustellen. Denn zu langsam stehenbleiben gibt es nicht. Wer steht der steht. Eigentlich wollte ich die Winterpause für die Umstellung nutzen, aber dann habe ich es irgendwie doch wieder nicht gemacht. Immerhin: abseits der Fährtenarbeit habe ich mit Calle Positionswechsel Sitz/Down/Steh als Vorarbeit auf eine dann doch vielleicht irgendwann anstehende Umstellung geübt.

Bei den Frühjahrsprüfungen kam es wie es kommen musste: zögerliches Verweisen hat uns wieder unnötig Punkte gekostet. Einen Tag nach der Prüfung in Meppen bin ich es dann endlich angegangen: die Umstellung auf stehendes Verweisen.

Calle hat die Umstellung erstaunlich gut angenommen und als uns letzte Woche das Wetter unterstützt hat – es war regnerisch, nass und matschig – hat Calle das erste Mal „Steh“ ohne Hörzeichen angeboten. Hat ja schließlich bei so einem Wetter auch Vorteile aus Sicht des Hundes.

Eben komme ich aus unserer Fährte am 1. Mai zurück: Calle hat 18 Gegenstände alleine, sicher und ruhig stehend verwiesen 😊. Obwohl es sonnig und trocken war.

Läuft sag ich mal. Bis zum Herbst kann sich das festigen und dann: nie wieser zögerliches Verweisen!!

Bin gespannt wo wir dann die Punkte an den Gegenständen lassen.