Prüfungen

Schon am letzten Wochenende haben wir die diesjährige Prüfungssaison im Frühjahr beendet. Und die ist ganz anders gelaufen wie geplant.

Es begann damit, dass mein Rücken kurz vor Ostern anfing erhebliche Probleme zu machen. Dennoch stateten wir am 1. April (Ostersonntag, kein Aprilscherz!!) beim Team Eifeler Land in der Prüfungsstufe FH 2. Bei kühlem und windigem Wetter erwartete uns als Fährtengelände ein Acker, den die Wildschweine ziemlich mitgenommen hatten. Nicht, dass es hier und da eine von den Schwarzkitteln umgepflügte Stelle gegeben hätte, nein, so ziemlich den ganzen Acker hatten die Schweine auf der Suche nach Maiskolben aus demletzten Jahr umgegraben. Calle hat eine sehr gute Arbeit gezeigt und alle Probleme auf der auch ansonsten anspruchsvoll gelegten Fährte ruhig wie immer gelöst. Leider überlief er einen Holzgegenstand, der zwischen Maisstrunken lag. Diese Arbeit wurde vom Leistungsrichter mit 90 Punkten bewertet.

Leider ging bei mir nach Ostern gar nichts mehr, und so musste ich schweren Herzens die Frühjahrsprüfung in Meppen absagen. Dabei hatte ich mich schon so auf ein Wiedersehen mit vielen Freunden in Meppen gefreut!

Die nächste Prüfung fand dann Ende April beim DVG MV Ransbach-Baumbach statt. Auch zwei unserer Trainingskollegen hatten dort gemeldet. Leider erwischten wir einen sehr warmen Tag, hinzu kam die lang anhaltende Trockenheit. Bedingt durch den Ablauf der Prüfung mussten wir Mittags um 14 Uhr in die Fährte. Das Gelände war Wintersaat, schon recht hoch. Der Acker war wohl vor nicht allzulanger Zeit mit Mist gedüngt worden der zwischen den Halmen auf dem Boden lag und einen intensiven Geruch ausströmte. Kein Wunder, dass Calle die Nase stellenweise nicht ganz tief nahm. Daraus resultierten ein paar kleinere Fehler, aber ich war mit der Arbeit unter diesen Umständen sehr zufrieden. Der Richter bewertete die Arbeit mit 82 Punkten.

So setzte ich alle „Hoffnung“ auf die Prüfung beim SV Montabaur, die Anfang Mai stattfand. Aber, obwohl es die Woche über deutlich kälter war: der Sonntag war pünktlich wieder sommerlich bei 25 Grad! Gelände war hier frisch eingesähter, sehr trockener und staubiger Maisacker. Calle tat was er tun musste: Nase runter und suchen. An zwei Winkeln hat er sich aber kurz nach mir umgeschaut als ob er fragen wollte: meinst Du das wirklich ernst? Am zweiten spitzen Winkel leistete er sich einen Dreher, sonst war die Arbeit aus meiner Sicht fehlerfrei. Dem Richter war sie 92 Punkte wert.

Gestern hat es dann endlich geregnet. Schnell habe ich eine schöne Fährte in den feuchten Acker gelegt. Abgesucht haben wir sie am Abend. Der Himmel war bewölkt, es war angenehm kühl. Ich glaube Calle war auch froh mal wieder gute Bedingungen zu haben und hat prompt eine sehr schöne Arbeit abgeliefert.