Fährtenupdate

Das Wetter macht es uns ziemlich schwer dieses Jahr! Seit Wochen ist es heiß und trocken. Bis vor zwei Wochen gab es nur dürre Wiesen, jetzt zur Abwechslung staubtrockene Äcker.

So ziehen wir Abends, wenn die Sonne untergegangen ist los. Gottseidank habe ich Flächen auf denen das möglich ist und wo wir keinen Jagdpächter im Ansitz stören.

Gestern hatten wir endlichmal wieder eine Fährte zu normaler Tageszeit. Doris hat gekonnt wie immer den Acker voll ausgenutzt, und obwohl es in Montabaur vor kurzem geregnet hatte: feucht war auch hier wieder nix.

Eine tolle Fährte, 1300 Meter lang. Danke Doris!

 

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Familienbande

Calle (mitte) mit Mutter Florentine (links) und Schwester Carlotta (Lotti, rechts auf dem Bild)

Prüfungen

Schon am letzten Wochenende haben wir die diesjährige Prüfungssaison im Frühjahr beendet. Und die ist ganz anders gelaufen wie geplant.

Es begann damit, dass mein Rücken kurz vor Ostern anfing erhebliche Probleme zu machen. Dennoch stateten wir am 1. April (Ostersonntag, kein Aprilscherz!!) beim Team Eifeler Land in der Prüfungsstufe FH 2. Bei kühlem und windigem Wetter erwartete uns als Fährtengelände ein Acker, den die Wildschweine ziemlich mitgenommen hatten. Nicht, dass es hier und da eine von den Schwarzkitteln umgepflügte Stelle gegeben hätte, nein, so ziemlich den ganzen Acker hatten die Schweine auf der Suche nach Maiskolben aus demletzten Jahr umgegraben. Calle hat eine sehr gute Arbeit gezeigt und alle Probleme auf der auch ansonsten anspruchsvoll gelegten Fährte ruhig wie immer gelöst. Leider überlief er einen Holzgegenstand, der zwischen Maisstrunken lag. Diese Arbeit wurde vom Leistungsrichter mit 90 Punkten bewertet.

Leider ging bei mir nach Ostern gar nichts mehr, und so musste ich schweren Herzens die Frühjahrsprüfung in Meppen absagen. Dabei hatte ich mich schon so auf ein Wiedersehen mit vielen Freunden in Meppen gefreut!

Die nächste Prüfung fand dann Ende April beim DVG MV Ransbach-Baumbach statt. Auch zwei unserer Trainingskollegen hatten dort gemeldet. Leider erwischten wir einen sehr warmen Tag, hinzu kam die lang anhaltende Trockenheit. Bedingt durch den Ablauf der Prüfung mussten wir Mittags um 14 Uhr in die Fährte. Das Gelände war Wintersaat, schon recht hoch. Der Acker war wohl vor nicht allzulanger Zeit mit Mist gedüngt worden der zwischen den Halmen auf dem Boden lag und einen intensiven Geruch ausströmte. Kein Wunder, dass Calle die Nase stellenweise nicht ganz tief nahm. Daraus resultierten ein paar kleinere Fehler, aber ich war mit der Arbeit unter diesen Umständen sehr zufrieden. Der Richter bewertete die Arbeit mit 82 Punkten.

So setzte ich alle „Hoffnung“ auf die Prüfung beim SV Montabaur, die Anfang Mai stattfand. Aber, obwohl es die Woche über deutlich kälter war: der Sonntag war pünktlich wieder sommerlich bei 25 Grad! Gelände war hier frisch eingesähter, sehr trockener und staubiger Maisacker. Calle tat was er tun musste: Nase runter und suchen. An zwei Winkeln hat er sich aber kurz nach mir umgeschaut als ob er fragen wollte: meinst Du das wirklich ernst? Am zweiten spitzen Winkel leistete er sich einen Dreher, sonst war die Arbeit aus meiner Sicht fehlerfrei. Dem Richter war sie 92 Punkte wert.

Gestern hat es dann endlich geregnet. Schnell habe ich eine schöne Fährte in den feuchten Acker gelegt. Abgesucht haben wir sie am Abend. Der Himmel war bewölkt, es war angenehm kühl. Ich glaube Calle war auch froh mal wieder gute Bedingungen zu haben und hat prompt eine sehr schöne Arbeit abgeliefert.

Das Beste kommt zum Schluss!

Quasi nach dem Motto „das Beste kommt zum Schluss!“ habe ich Calle heute am letzten Tag meines Urlaubs noch einmal eine Fährte zum richtig suchen gelegt.

Der Acker den ich ausgesucht hatte, haben die Wildschweine arg mitgenommen, es gibt fast keine Stelle wo sie nicht gewütet haben. Morgens beim Legen war der aufgewühlte blanke Boden hart gefroren, beim Suchen nach drei Stunden war die Oberfläche etwas angetaut. Am Ende ging es über den alten Bahndamm, ein Wegübergang der besonderen Art. Kurzum: diese Fährte war ziemlich schwer.

Den Calle hat es dann auch an seine Grenzen gebracht, aber das eigentliche Problem waren die festgefrorenen Maisstümpfe, um die sich beim Kreisen wiederholt die Leine gewickelt hat. Und dann ging gar nix mehr. So habe ich dann am dritten Gegenstand auf Freisuche umgestellt, und jetzt – nicht mehr behindert – ging es dann auch gleich viel besser. Der Übergang über den Bahndamm war überhaupt kein Problem und auch der gefrorene Raps auf der anderen Seite kein Vergleich mit dem harten blanken Boden.

Toll hat Calle das gemacht, hat sich weder durch die schwere Fährte noch durch die blockierte Leine aus dem Konzept und aus der Ruhe bringen lassen und hat „das Ding“ gut zu Ende gebracht.

Schön war’s 🙂

Fährtenseminar in Meppen: kalt und nass war es, aber schön!

Zum fünften Mal waren Calle und ich in der ersten Januarwoche zum Fährtenseminar in Meppen. Kühl war es dieses Jahr, windig und teilweise sehr nass. Aber unsere Gruppe hat dem Wetter getrotzt und fleißig gemeinsam trainiert.

Wenn ich mir das jetzt anschaue: auf den Bildern sehen wir aus, wie die Michelinmännchen. Wenn man bei den Bedingungen den ganzen Tag im Freien ist, dann muss selbst unter die Winterjacke mehr als nur ein Fleecepulli!

Teilweise waren die Äcker sehr nass, und an manchen Stellen musste man Angst haben, zur Morrleiche zu werden 🙂 . Aber seht selber! Toll, was die Hunde unter extremen Bedingungen leisten!