Der letzte Acker…..

Gestern waren wir wohl das letzte mal auf Acker im Frühjahr. Am Wochenende soll es sehr warm werden und abends kann ich diesen Maisschlag nicht nutzen: direkt oben am Hang steht einer der Hochsitze der Jagdpächterin. Und nächstes Wochenende wird der Mais dann endgültig zu hoch sein. Dafür wurde aber gestern der zweite Schnitt beim Grassilo gemäht, zur Abwechslung gibt es dann wieder Wiesen.

Beim Legen habe ich einen Fehler begangen, nicht was die Fährte betrifft, aber mit meiner Kleidung. Die grüne Jacke war wohl doch nicht so eine gute Idee…. Wären die Biester auf der Kleidung geblieben wäre es nicht so schlimm gewesen, aber sie sind über den Nacken unter Jacke und T-Shirt auch bis auf die Haut gekommen. Daheim war dann erstmal ein Kleiderwechsel angesagt…..

Beim Absuchen hatte ich dann eine rote Jacke an.

Gelb!

Gelb war in den letzten Wochen die Farbe des Frühlings, gelbe Rapsblüten und blühender Löwenzahn färben die Landschaft gelb. Eine schöne Fotokulisse, also schnell die Kamera und nix wie raus.

Familienbande

Gestern hatte Calle Besuch von seiner Mutter Florentine von der alten Schmiede und der jungen Antonia von der Federlesmahd. Calle hatte sehr viel Spaß mit den Mädels.

Endlich habe ich auch mal Calles Mutter beim Fährten gesehen. Kam mir irgendwie bekannt vor: ganz langsam und konzentriert, und am Futter immer die Rute einklemmen….

Es war ein rundum schöner Tag!

Nur die Harten…..

kommen in den Garten. So könnte das Motto von Calles Trainingsfährten im Januar 2020 lauten. Am 12. Januar gab es am Ende der Fährte „den etwas anderen Geländewechsel“.

Am Ende des Abstiegs wurde Calle durch einen Gegenstand „gebremst“, so dass ich Zeit hatte, den Abhang selber langsam herunter zu rutschen.

Eine Woche später suchte Calle eine Fährte nach einer Liegezeit von 16 Stunden ab: gelegt am Freitag gegen 17 Uhr, gesucht am Samstag Morgen. Hätte ich nicht gewusst, dass die Fährte derart lange gelegen hat: ich hätte es nicht gemerkt. Nur zwei angekaute Gegenstände wiesen auf die Liegezeit hin. Einen, etwas 20 cm neben der Fährte liegend, hat Calle verwiesen. Einen weiteren Gegenstand mussten wir erst suchen, er lag nicht mehr auf der Fährte.

Heute aber haben wir den Vogel abgeschossen. Nach einer schönen Fährte bei angenehmem Fährtenwetter gestern, ließ sich heute Regen nicht ganz vermeiden. Schon beim Legen regnete es leicht, und auch in der Liegezeit hat es durchgängig geregnet. Dann wurde der Regen weniger und wir zogen los. Bis zum Gelände war auch alles nett, aber auf das Hörzeichen „such“ öffnete der Himmel seine Schleusen. Und zwar richtig. In null komma nix waren wir nass, richtig nass. Als wäre dies nicht genug gewesen, sorgte ein kräftiger Wind dafür, dass der Regen nicht nur von oben, sondern auch von vorne kam. Auf dem Lehmboden lief das Wasser hangabwärts, und von der Fährte war nicht mehr wirklich viel übrig. Calle musste ordentlich ackern und hat sich bis zum Ende der Fährte tapfer durchgekämpft. Und als wir fertig waren, war auch der Regen fertig und der Himmel klarte auf…..

Danach haben wir uns daheim erstmal aufgewärmt, bevor wir dann bei trockenem Wetter zum Nachmittagsspaziergang aufgebrochen sind.

Fazit: Fährte gut, Timing verbesserungsfähig 🙂

Meppen 2020 die Erste

In der ersten Januarwoche waren Calle und ich wieder in Meppen. Zum siebten mal nahmen wir am Fährtenseminar des dortigen DVG Vereins teil.

Das gute Wetter, welches der Wetterbericht bis kurz vor das Seminar versprochen hatte, gab es leider nicht. Es war durchweg naßkalt und einen Tag hat es ausdauernd und ergiebig geregnet. Aber: es hätte durchaus schlimmer kommen können….

Das Gelände dieses Jahr war teilweise „recht speziell“: Zwischenfrucht, die vor kurzem gemulcht wurde, bedeckte den größten Teil der Fläche, die den Gruppen dieses Jahr zur Verfügung standen. Um so erstaunlicher, dass die Hunde auch hier gut suchten, wenn auch leider die Ausbildung durch so ein Gelände deutlich erschwert wird. So wechselten wir im Verlauf des Seminars auf einen Saatacker mit zarter Weizensaat auf sandigem Boden, teilweise mit Staunässe.

Da einige Teilnehmer unserer Stammbesetzung in der Babypause sind, gab es dieses Jahr einige neue Gesichter und so bestand unsere Gruppe aus einer guten Mischung erfahrener Hunde mit Ausbildungskennzeichen und junger Hunde mit weniger oder ganz ohne Vorkenntnisse.

Wie jedes Jahr hatten wir viel Spaß und ich denke jeder hat aus dieser Woche etwas mitgenommen. Ich hoffe, ich sehe zumindest diejenigen, die nicht allzuweit weg wohnen, im Verlauf des Jahres und auch alle anderen spätestens in Meppen mal wieder. Ich bin gespannt wie Eure Hunde sich weiter entwickeln! Und schließlich gibt es 2020 noch einmal ein Fährtenseminar in Meppen: vom 27. bis 31. Dezember!

Haben fertig!

Nur eine Woche nach der BSP in Anklam ging es nach Zülpich, wo Calle und ich die erste Qualiprüfung für die neue Saison absolvierten. In einem stark besetzten Starterfeld sicherten wir uns mit 100/96, gesamt 196, den ersten Platz trotz einer Schrecksekunde als Calle auf der zweiten Fährte kurz nach dem Abgang stehen blieb und ein Zusatzhörzeichen zum Weitersuchen benötigte. Meine Schuld, ich hatte ihn ganz einfach schlecht eingestellt an den Abgang geführt.

Und ein bisschen „durch“ war er auch, immerhin war das die vierte IGP-FH (!!) innerhalb von sieben Wochen! Jetzt ist erst mal Prüfungspause, und die Fährten haben dann auch wieder Leckerchen und auch an den Gegenständen gibt es auch eine Belohnung!

BSP und Meer

Die diesjährige BSP der Fährtenhunde fand in Anklam, im hohen Norden Ost-Vorpommerns statt. Calle und ich erreichten mit 94/90 ein schönes „sehr gut“ und insgesamt den 13. Platz von 30 Startern.

Leider kamen am zweiten Tag einige Faktoren zusammen, die dafür sorgten dass wir unsere Leistung nicht optimal abrufen konnten: anspruchsvolles Gelände, starker Wind und natürlich kam rechtzeitig zum Ansatz die Sonne raus. Kurzfristig wurde es recht warm. Insgesamt bin ich mit Calles Leistung sehr zufrieden, besonders die Umstellung auf stehendes Verweisen hat sich gelohnt!

Ausgedehnte Wanderungen mit Betty und ihren Hunden in der schönen Landschaft des Anklamer Stadtbruchs und am Strand des Ostseebades Ückeritz machten die Woche auch sonst zu einem tollen Erlebnis. Schön war’s!

Und hier noch ein paar Bilder aus der schönen Landschaft des Anklamer Stradtbruchs und von unserem Ausflug an die Ostsee!